Von geschätzten Großmutterrezepten bis zur zeitlosen Eleganz skandinavischen Stahls bietet Mati Pichcis Reise durch Essen, Architektur und minimalistisches Design eine neue Perspektive, um Harmonie in alltäglichen Ritualen zu finden.
Einst kaffeesüchtig, jetzt ein bewusster Genießer
Meine Beziehung zu Kaffee hat sich zu etwas Bewusstem und Absichtlichem entwickelt. Einst ein übermäßiger Kaffeetrinker, legte ich eine einjährige Pause ein und lernte, Kaffee als ein produktives Ritual zu schätzen. Jetzt bereichern Stelton’s minimalistische Designs dieses Erlebnis und fügen sich nahtlos in die Achtsamkeit ein, die ich jeder Tasse entgegenbringe. Meine Vorliebe ist ein leicht gerösteter Filterkaffee, aber an besonders müden Tagen entscheide ich mich für einen Flat White mit Hafermilch. Kaffee ist für mich nicht nur ein Getränk; es ist ein Moment der Ruhe und Konzentration, den Stelton’s Design wunderbar ergänzt.
„Als Küchenchef und Gründer von AMATOR (Café in Kopenhagen, Anm. d. Red.) war ich schon immer von der gefühlvollen Einfachheit fasziniert, die meinen Stil ausmacht – sei es beim Essen, Kaffee oder Design. Jedes Element bereichert mein Leben und schafft eine nahtlose Balance aus Funktionalität und Schönheit.“
- Mati Pichci, Küchenchef und Gründer von AMATOR
Vom Bauernhof auf den Tisch… und ein Secondhand-Schatz
Essen und Kaffee sind für mich mehr als nur bloße Nahrung – sie sind eine wahrhaft glückliche Verbindung von Einfachheit und Qualität. Inspiriert von einfachen Gerichten im Großmutter-Stil schätze ich Rezepte, die das Wesen lokaler Produkte hervorheben. Im AMATOR habe ich Gerichte wie Safranbohnen und Herbstgemüse mit Schafskäse entwickelt, die meine Philosophie „produktzentriert, monochromatisch und bis ins Mark einfach“ verkörpern.
Dieser Respekt vor dem Handwerk beginnt bei den hart arbeitenden Bauern, deren Engagement meinen Ansatz zur Essenszubereitung fundiert. Meine Wertschätzung für durchdachtes Design spiegelt diese Verbindung wider. Einer meiner meistgeschätzten Gegenstände ist eine zylindrische Salatschüssel, entworfen von Arne Jacobsen, ein Secondhand-Fund, als ich das erste Mal nach Dänemark zog.
Ihr spiegelnder Edelstahl und ihre schlichte Eleganz verleihen meinen abendlichen Zusammenkünften, besonders bei Kerzenlicht, ein besonderes Ambiente. Diese Schale symbolisiert zusammen mit Stelton's zeitlosen Stücken wie Erik Magnussens EM-Besteck das Erbe des dänischen Designs, das mir am Herzen liegt. Zusammen verleihen sie AMATOR eine dauerhafte Eleganz, die Beständigkeit mit einer Ästhetik verbindet, die die Zeit überdauert.
„Gutes Design ist für mich mehr als nur Ästhetik; es bringt Ruhe und Fokus in meinen Alltag. Minimalistische, elegante Objekte bieten einen Rückzugsort aus einer lauten Welt und ermöglichen es mir, Frieden in der Einfachheit zu finden.“
- Mati Pichci
Beton und Chaos – das Comeback des Brutalismus
Als ich im postsowjetischen Polen aufwuchs, war ich von brutalistischer Architektur umgeben – einem Stil, den ich früher nicht mochte, den ich aber heute als sowohl roh als auch wunderschön ehrlich empfinde. Diese Ästhetik hat meine Wertschätzung für Strukturen geprägt, die Form und Funktion nahtlos miteinander verbinden, wie sie in ikonischen Gebäuden wie dem Guggenheim Museum in New York City zu sehen sind. Im größeren Maßstab finde ich Stadtplanung faszinierend, besonders wenn ich Kopenhagens organisierte Struktur mit der lebendigen, aber chaotischen Landschaft meiner Heimatstadt Warschau vergleiche. Diese architektonische Dichotomie prägt mein Designverständnis und inspiriert mich, Schönheit in Kontrasten zu sehen.

„BRUS“ ist das Geräusch sprudelnden, frisch zubereiteten Wassers direkt aus Ihrer eigenen Küche.








