Was passiert, wenn zeitloses Design auf urbane, zeitgenössische Kunst trifft?

Seit Jahrzehnten arbeitet Stelton mit Stahl, Proportionen und Form in ihrem konzentriertesten Ausdruck. Objekte, die mit Präzision und einer klaren Vorstellung davon geschaffen wurden, dass Design sowohl funktional als auch unverwechselbar sein muss.

Wir waren neugierig, was passiert, wenn zwei Welten aufeinandertreffen. Welche Synergien können entstehen, wenn man zeitloses Design nimmt und die Kante des Künstlers Mikael B hinzufügt – bekannt für sein charakteristisches, urbanes und grafisches Universum.

Das Ergebnis ist eine Thermosflasche in limitierter Auflage – bei der Stelton’s minimalistisches Design und Mikael B’s ausdrucksstarke Grafik im selben Objekt aufeinandertreffen.

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Über Mikael B

Mikael B bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Grafikdesign, Graffiti und abstrakter Kunst. Er arbeitet mit Rhythmus, Schichten und Farbtiefe. Wenn seine Arbeit auf Steltons ikonischer Thermosflasche zum Leben erweckt wird, entsteht ein auffallender Kontrast zwischen dem Strengen und dem Expressiven.

Über Mikael B

Was hat Ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit Stelton geweckt?

Stelton steht für eine starke dänische Designtradition, bei der Funktion und Ästhetik Hand in Hand gehen. Das spricht mich sehr an. Ich war schon immer fasziniert von Designobjekten, die zu einem natürlichen Teil unseres Alltags werden, und die Idee, ein Kunstwerk durch ein funktionales Objekt weiterleben zu lassen, leuchtete mir sofort ein. So bewegt sich die Kunst aus dem Raum ins Leben – nicht als etwas, das man nur aus der Ferne erlebt, sondern als etwas, das man tatsächlich jeden Tag benutzt und in den Händen hält.

Was hat das Kunstwerk auf Steltons vakuumisolierter Flasche inspiriert – und ganz allgemein die Ausstellung?

Die Arbeit stammt von meinen Gemälden meiner letzten Ausstellung OMNIA, die unter anderem die Art und Weise untersucht, wie wir Kunst sehen und erleben. Ich arbeite mit vielen Schichten und Kontrasten und bewege mich im Gleichgewicht zwischen dem Spontanen und dem Kontrollierten. Meine Arbeiten beginnen meist sehr intuitiv und explosiv, wonach ich die Struktur schrittweise entwickle. Der Moment, in dem etwas durchbricht – wo das Intuitive und das Geplante aufeinandertreffen – ist ein magischer Punkt, der mich zutiefst interessiert. Ich wollte genau diese Energie und Bewegung der Gemälde auf der Flasche bewahren.

Welche Überlegungen zur Komposition haben Sie bei der Anpassung des Werkes an eine zylindrische Stahlform angestellt?

Ein Zylinder ist interessant, weil die Arbeit nie auf einmal erfahren wird. Sie entfaltet sich, während man die Flasche in der Hand dreht. Deshalb habe ich sehr bewusst mit dem Fluss in der Komposition und einem Gefühl von Bewegung gearbeitet, das sich um die Form herum fortsetzt, ohne einen klaren Anfang oder ein klares Ende zu haben.

Das Werk vermittelt ein starkes Gefühl von Rhythmus und Bewegung – was sollen die Menschen empfinden oder fühlen, wenn sie es auf der Flasche sehen?

Meine Kunst ist abstrakt und offen für Interpretationen. Für mich geht es darum, einen Raum zu schaffen, in dem man fühlen, reflektieren und sich auf seine eigene Art mit dem Werk verbinden kann. Der Flakon ist ein Alltagsgegenstand, aber das Kunstwerk verleiht ihm Energie und Bewegung, was Sie daran erinnern könnte, dass Kreativität nicht nur ins Atelier oder Museum gehört. Sie existiert auch in den kleinen Momenten des täglichen Lebens, in den Dingen, mit denen wir uns umgeben.

Gibt es ein bestimmtes Detail in dem Werk, von dem Sie hoffen, dass die Leute es bemerken, wenn sie genau hinschauen?

Es gibt viele kleine Schichten und Details, die erst aus der Nähe sichtbar werden. Der Prozess beginnt typischerweise mit Sprühfarbe im Hintergrund, die eine tiefe, fast atmosphärische Grundlage für das Werk schafft. Ich arbeite dann mit verschiedenen Mischungen flüssiger Acrylfarben, die ich kontrolliere und manipuliere, um die Bewegung der Farbe zu lenken und spezifische Formen und Kompositionen zu erstellen. Es ist eher ein Ganzes, das man erkunden kann. Die Arbeit funktioniert aus der Ferne, aber sie belohnt die Neugier, wenn man näher herangeht.

Mit der Ausstellung "OMNIA" im The Plant CPH schuf er ein immersives Erlebnis, bei dem die Betrachter in seine abstrakten Universen eintauchen können. Die Zusammenarbeit mit Stelton ist eine natürliche Erweiterung dieser Vision – Kunst in den Alltag zu bringen.

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